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Nach einer mehrstündigen Krisensitzung haben Ivan Klasnic und Werder Bremen einen Burgfrieden geschlossen. “Ich stelle ausdrücklich fest, dass sich alle Äußerungen ausschließlich gegen die betroffenen Ärzte richteten, nicht gegen den Verein”, ließ der kroatische Nationalspieler über seine beiden Rechtsanwälte mitteilen. Der Stürmer hält seine Klage gegen Mannschaftsarzt Dr. Dimanski und dessen Kollegin jedoch aufrecht. “Wir hätten in manchen Situationen besser reagieren können. Die Irritationen wurden ausgeräumt”, räumte Werder Bremen in einer offiziellen Erklärung ein.
Klasnic musste sich Anfang 2007 einer Nierentransplantation unterziehen und lebt seitdem mit einer Spenderniere seines Vaters, nachdem sein Körper ein Organ seiner Mutter abgestoßen hatte. Er ist der einzige Fußball-Profi, der mit transplantierter Niere seine Karriere fortsetzen konnte. Der medizinischen Abteilung seines Vereins waren die schlechten Nierenwerte Klasnics nicht aufgefallen. Im Gegenteil, die Werte verschlechterten sich durch die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln wie Diclofenac, die als Nebenwirkung Nieren-Insuffizienzen verstärken können. Klasnic sagte, dass der Einsatz solcher Pillen in der Bundesliga normal sei, auch er selbst habe diese Medikamente regelmäßig eingenommen, um seine Leistung bringen zu können.
In der ARD-Talkshow “Beckmann” klagte Klasnics Ehefrau Patricia den Klub an: “Werder hat meinen Mann krank gemacht.” Werder hat die lebensbedrohliche Erkrankung lapidar wie eine Oberschenkelzerrung behandelt: “Ich habe einen Anruf vermisst, eine Nachfrage, wie geht es Ihnen und Ihrem Mann? Jeder normale Mensch hätte doch schon aus Höflichkeit nachgefagt.”
Der auf Medizinrecht spezialisierte Anwalt Matthias Teichert sagte, dass Klasnic, sein Mandant, zu “keinem Zeitpunkt richtig behandelt worden ist. Ich bearbeite hundert Fälle im Jahr, dies ist einer der fünf, die mich sprachlos machen.”
Die sportliche Zukunft Klasnics ist offen. Sein Vertrag bei Werder läuft am Saisonende aus, doch Vorstandschef Jürgen L. Born sagte: “Ivan will weiter für Werder spielen, und wir wollen das auch.” [...mehr]
FC CHELSEA “Ein Elfmeter. Ein Deutscher. Eine Formalität” dichtete News of the World bewundernd über Michael Ballack. Der Kapitän der deutschen Nationalelf verwandelte beim Spiel gegen Manchester United einen Elfmeter in der 86. Minute zum 2:1-Sieg. Schon das 1:0 erzielte Ballack, per Kopfball (45.), Wayne Rooney schoss den Ausgleich (57.). Ballack, als man of the match gefeiert, kommentierte seine Kaltblütigkeit beim Strafstoß: “Ich bin solche Drucksituationen gewöhnt, das war kein Problem für mich.” Druck machte vor allem Vereinskamerad Didier Drogba, der Ballack den Ball nur widerwillig überreichte. ManU und Chelsea liegen nun punktgleich an der Spitze der Premier League, ManU führt zwei Spieltage vor Saisonende aufgrund der besseren Tordifferenz.
BAYERN MÜNCHEN Ist Bayern München nach dem 4.1 gegen den VfB Stuttgart deutscher Meister? Mathematisch noch nicht, mit 12 Punkten Vorsprung und einer besseren Tordifferenz (plus 20) gegenüber Werder Bremen. Bei noch vier Spieltagen reicht es, wenn Bayern jeweils 1:0 verliert und Bremen 4:0 gewinnt, dann wäre Bremen wegen der mehr geschossenen Tore Meister. Was allerdings die Wahrscheinlichkeit angeht, bewegen wir uns hier auf dem Gebiet der gefühlten irrationalen Zahlen. Ist Bayern München deutscher Meister? Ja!
WEISE WORTE Wie Kevin Kuranyi den Film “Kevin - Allein zu Haus” findet, ist nicht überliefert. Viele Autoren finden ihn jedenfalls klasse. Es vergeht kein Tag, an dem der Schalker Stürmer nicht Geistesblitze aus aus der Wortspielhölle à la “Kevin allein beim HSV” (Süddeutsche Zeitung vom 28. April) lesen kann. Kreativer waren am vergangenen Spieltag die Protagonisten selbst. So konstatierte der HSV-Keeper Frank Rost in Anspielung auf ein Huub-Stevens-Bonmot: “Die Null bei uns steht vorne und nicht mehr hinten.” Dortmunds Mladen Petric sagte nach dem 1:1 in Frankfurt in Dollschem Duktus: “Die Stimmung ist gut. Wir haben uns den Arsch abgelacht.” [...mehr]
SCHALKE 04 setzt auf “Eurofighter”: Das Interims-Trainergespann heißt Mike Büskens und Youri Mulder. Büskens besitzt eine Lizenz als Fußball-Lehrer und coacht seit 2005 die zweite Schalker Mannschaft in der Oberliga Westfalen. Mulder hat zuletzt als Experte für den niederländischen Fernsehsender NOS gearbeitet. Als Trainer haben die beiden, die den am Sonntag entlassenen Mirko Slomka ersetzen, keinerlei Erfahrung im Profi-Fußball. Im Sommer, so pfeifen es die Spatzen mit königsblauem Gefieder von den Dächern, soll Fred Rutten von Twente Enschede die hochfliegenden Schalker Ziele - Champions League, Meisterschaft, das Double, am besten gleich das Triple - erfüllen.
Ein Witz, der die Schalker Situation ganz treffend beschreibt: Was macht ein Schalke-Fan, wenn die Königsblauen deutscher Meister geworden sind? Er schaltet die PlayStation aus und geht ins Bett.
ARSENAL LONDON hat am Samstag mit Jens Lehmann im Tor gespielt. Sein Rivale Manuel Almunia hatte sich am Handgelenk verletzt. Im Spitzenspiel bei Tabellenführer Manchester United zeigte Lehmann eine überragende Leistung, konnte aber die 1:2 (0:0)-Niederlage nicht verhindern. Im Guardian äußerte sich Almunia zu seinem Verhältnis zu Lehmann: “Ich behandele die Menschen so, wie ich auch selbst behandelt werden will. Jemanden hier zu haben, der mich hasst, ist einfach unglaublich. Ich weiß, er hasst mich.”
REAL MADRID steht vor der 31. spanischen Meisterschaft: Das Team von Trainer Bernd Schuster gewann das Heimspiel gegen Real Murcia nach hartem Kampf 1:0 und liegt mit 69 Punkten sechs Spieltage vor dem Saisonende in der Primera División neun Punkte vor dem Erzrivalen FC Barcelona, der Samstag bei Recreativo Huelva nur 2:2 spielte. [...mehr]
Schalke 04 hat Trainer Mirko Slomka entlassen. Manager Andreas Müller begründete die Entscheidung: “Zuletzt gab es auch bei mir eine Tendenz, die Zusammenarbeit mit Mirko nach dieser Saison zu beenden. Nach dem gestrigen Spiel bei Werder Bremen ist dann die Entscheidung gereift, diesen Schritt vorzuziehen. Es ist eine Situation entstanden, die sich in den nächsten Wochen sehr negativ auf die Mannschaft auswirken würde und somit das verbleibende Saisonziel Champions-League-Qualifikation gefährdet. Daher dieser schnelle Entschluss.”
Überrascht zeigten sich die Experten beim DSF-Fußballstammtisch “Doppelpass”. Ex-Profi Thomas Helmer sagte: “Es ist eine absolut ungewöhnliche Entscheidung, einen Trainer vor einer englischen Woche zu entlassen.” Gestern hatte Schalke bei Werder Bremen 1:5 verloren, aber, so paradox es klingt, spielerisch überzeugt.
Trotz einiger Erfolge stand Slomka bei Schalke ständig zur Diskussion, Kritiker vermissten schönen Fußball. In dieser Saison erreichte Schalke das Viertelfinale der Champions League, dort war der FC Barcelona Endstation. In der Bundesliga steht das Team auf Rang drei.
In einem Interview mit der Rhein-Pfalz Online sagte Slomka kurz vor seiner Entlassung: “Ich habe einfach keine Lust mehr, jede Woche meine Arbeit zu verteidigen. Wenn man die Fakten betrachtet, waren wir vor diesem Spieltag Zweiter in der Liga und bis letzte Woche unter den besten Acht in Europa - und trotzdem wurde ständig über mich diskutiert.”
Wer die Königsblauen in den letzten sechs Spielen der Saison betreuen wird, soll heute Nachmittag verkündet werden. [...mehr]
Bisher galt in der Bundesliga die Formel, dass 40 Punkte den sicheren Klassenerhalt bedeuten. Nur einmal in den vergangenen zehn Jahren brauchte eine Mannschaft tatsächlich 40 Punkte, das war Bayer Leverkusen in der Saison 2002/03. Sonst reichten je dreimal 38 und 37 Punkte, einmal 36 und zweimal 34 Zähler. In dieser Saison könnte rein statistisch der 15. mit 29 Punkte in der Bundesliga bleiben. Rechnen wir das mal durch!
Der Abstiegskampf ähnelt einem Schneckenrennen, auf Platz 15 liegt nach 25 Spieltagen Arminia Bielefeld mit 21 Punkten, unterm Strich tummeln sich Energie Cottbus (20 Punkte) sowie der 1. FC Nürnberg und der MSV Duisburg mit je 19 Punkten. Die Hansa-Kogge ist mit derzeit 24 Punkten fast schon im sicheren Hafen.
Bielefeld gewann bisher 0,84 Punkte pro Spiel, Cottbus 0,8 und die beiden Schlusslichter 0,76. Rechnen wir das hoch und gehen wir von der Annahme aus, dass das Niveau so bleibt - und es gibt außer Durchhaltefloskeln nichts, was auf Besserung hindeutet-, dann rettet sich der 15. mit sagenhaften 29 Punkten!
Originelle Überlegung am Rande: Um die ominösen 40 Punkte zu gewinnen, müssten der Club und Zebras je sieben der letzten neun Spiele gewinnen. [...mehr]
DFB-Pokal Das Finale bei den Frauen ist komplett: Der 1. FFC Frankfurt trifft auf den 1. FC Saarbrücken. Die Saarländerinnen setzten sich gestern bei TuS Köln mit 2:0 (1:0) durch, am Ostermontag legten die Frankfurter Stürmerinnen Conny Pohlers (2), Petra Wimbersky und Sandra Smisek dem FC Bayern München vier Eier ins Tor. Der Traum vom rot-weißen Finaldoppelpack im DFB-Pokal ist damit geplatzt, im Männerfinale treffen die Münchner Profis auf Borussia Dortmund.
Nationalmannschaft Pech für Robert Huth: Bei dem 23 Jahre alten Profi des FC Middlesbrough wurde eine Entzündung der Gelenkkapsel am linken Fuß diagnostiziert. Für Huth, der erstmals seit der Weltmeisterschaft 2006 wieder nominiert worden war, könnte dies das EM-Aus bedeuten. “Ich hoffe, dass ich noch eine Chance erhalte”, sagte der Verteidiger nach dem Ausfall für das Länderspiel gegen die Schweiz. Bundestrainer Joachim Löw munterte ihn auf: “Wir haben Huth weiter im Blick und werden mit Sicherheit nochmals zu ihm nach England reisen. Die Tür ist für ihn nicht zu.”
Premier League Am Super Sunday gewann der FC Chelsea im Londoner Derby 2:1 (0:0) gegen den FC Arsenal und wahrte seine Chancen im Kampf um die englische Meisterschaft. Im zweiten Spitzenspiel besiegte Manchester United den FC Liverpool mit 3:0 (1:0). In einem rassigen Derby hatte Chelsea im heimischen Stadion an der Stamford Bridge zunächst die besseren Chancen. Michael Ballack prüfte Lehmann-Konkurrent Manual Almunia gleich mehrmals, doch der Spanier war auf dem Posten. Nach dem Wechsel schoss Bacary Sagna die Gäste in Front, doch Didier Drogba drehte mit einem Doppelschlag das Spiel. ManU siegte durch Tore von Wes Brown, Cristiano Ronaldo und Luis Nani. [...mehr]
Bayern hat sich durch den Sieg gegen Wolfsburg alle Chancen auf das Tripple bewahrt. Ob es vielleicht daran liegt, dass der Kaiser himself seine Spieler ins Bett bringt :-)?
Wie dem auch sei, mit einem 2:0 Sieg gegen Magaths Volkswagentruppe haben sich die Bayern ihr Ticket für das DFB-Pokalfinale 2008 gesichert und zeitgleich den Dortmundern den Weg in den UEFA-Cup geebnet (vorausgesetzt die Münchener qualifizieren sich für die Championsleage), wodurch sich, der immer noch klamme Verein, über geschätzte 8 Mio. € freuen darf. Danke Ottmar!
Zwar hätte der Großteil der Republik gern gesehen, dass ein Underdog wieder ins Pokalfinale einziehen kann, aber dieser Wunsch wurde leider nicht erfüllt. In einem taktisch guten aber zuschauerunfreundlichen Spiel konnten die Dortmunder Jena besiegen. Simac erwieß dabei seinen Mitspielern mit einer Glanzleistung einen Bärendienst. Dank seiner Unbeherrschtheit erhielt er kurz nach Anpfiff der 2. Halbzeit erst wegen eines Fouls eine gelbe Karte und zwei Minuten später wegen Meckern und wegen einer Geste gegen den Schiedsricher die zweite gelbe Karte und konnte anschließend als erster unter die Dusche.
Somit stehen die Mannschaften für das DFB-Pokalfinale 2008 in Berlin fest. Und es kommt zum Klassiker der 90er.
Stellt sich jetzt noch die Frage, ob und wie viele Karten es noch für das Finale geben wird. Klare Antwort: keine, bzw. Karten zu überteuerten Preisen. Die einzigen Möglichkeiten Karten zu bekommen, sehe ich nur noch bei Verlosungen. Oder 3,2,1 meins ist sicherlich auch noch eine andere Alternative. Wird aber richtig Geld kosten. [...mehr]
Dass der FC Carl Zeiss Jena den Klassenerhalt in der zweiten Liga noch schafft, ist unwahrscheinlich bei elf Punkten Rückstand auf den rettenden Platz 14. Umso erstaunlicher mutet der Siegeszug im DFB-Pokal an. Erst flog der Oberligist FC Gera 03 aus dem Wettbewerb, dann Titelverteidiger 1. FC Nürnberg, Arminia Bielefeld stellte auch keine ernsthafte Hürde dar, schließlich schied der Meister VfB Stuttgart im Elfmeterschießen gegen die Thüringer aus. Gestern stoppte Borussia Dortmund das Überraschungsteam im Halbfinale. Nach einer couragierten Vorstellung unterlag der FC Carl Zeiss beim BVB am Ende noch deutlich mit 3:0.
Trotz einer frühen Rückstands wusste der Zweitligist lange Zeit zu gefallen, besaß bis zur Pause gute Chancen zum Ausgleich. Erst die Gelb-Rote Karte gegen Jenas Spielmacher Jan Simak, der sich gegenüber Schiedsrichter Manuel Gräfe im Ton vergriffen hatte, und der zweite Dortmunder Treffer zwanzig Minuten vor Schluss stellten die Weichen. Tinga, Klimowicz und Petric sicherten dem BVB mit ihren Treffern die Reise zum Pokalfinale nach Berlin.
Sollte heute Bayern München gegen den VfL Wolfsburg ins Endspiel einziehen, würde Borussia Dortmund in der nächsten Saison im Uefa-Cup antreten - weil Bayern sich mit großer Wahrscheinlichkeit für die Champions League qualifizieren wird. So fände eine verkorkste Saison der im Niemandsland der Bundesliga dümpelnder Dortmunder noch ein schönes Ende.
Im DFB-Pokal teilen sich die Kontrahenten die Einnahmen, deswegen war das Auswärtsspiel für Jena finanziell ein gutes Los. Mit 80.708 Zuschauern, so viel wie nie zuvor bei einem DFB-Pokalspiel, war die Dortmunder Arena ausverkauft. Jena kennt solche Dimensionen aus seiner großen Vergangenheit. 80.000 Zuschauer bei einem Spiel des FC Carl Zeiss gab es zuletzt am 22. April 1981 im Europacup-Halbfinale bei Benfica Lissabon. Jena erreichte das Endspiel des Europacups der Pokalsieger gegen Dynamo Tiflis. Bis heute ist das der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Trainer war übrigens ein gewisser Hans Meyer. [...mehr]
Beim Fußball ist neben der Taktik vor allem die Ästhetik wichtig. Es gilt nicht mehr, nur irgendwelche Tore zu schießen, sondern es müssen wunderschöne Tore sein. Mannschaften wie Real Madrid, der FC Barcelona, Arsenal London oder Manchester United zählen insbesondere zu den Virtuosen der Fußballwelt. Leider sehen sich diese Mannschaft Anfeindung gegnerischer Spieler ausgesetzt, die Arsenals Trainer Wenger nach dem brutalen Foul an seinem Stürmer Eduardo zu Spekulation veranlasste, dass unmittelbar vor dem Spiel Anweisungen an die Spieler erfolgen, die gegnerischen Protagonisten gezielt mit Fouls zu attackieren.
Auch in der Bundesliga ist darüber eine Diskussion entbrannt, nachdem Bremens Diego sich nach den ständigen Attacken der Frankfurter Spieler völlig entnervt zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ. Ähnlich erging es auch den Bayern Toni und Ribery bereits. Leider gibt es keine Möglichkeit außer dem Pfiff des Fouls für die Schiedsrichter den Spieler zu schützen. Nicht umsonst äußerten neutrale Beobachter des Bremen Spiels Verständnis für Diegos Reaktion, die keinesfalls das theatralische Hinsinken des Frankfurter Spieler Kyriakos erforderte.
Dass aber auch Spitzenmannschaften austeilen können, belegt das Beispiel Roy Keane von Manchester United, der seinen Gegenspieler derart rüde foulte, dass dieser niemals wieder Fußball spielen konnte. Bei diesen brutalen Fouls helfen auch die besten Aufwärmübungen nichts ![]()
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CHAMPIONS LEAGUE Franz Beckenbauer bezeichnete den Uefa-Cup als “Cup der Verlierer”. Die Champions League hat allerdings mit dem ehrwürdigen Europapokal der Landesmeister so viel auch nicht gemein, gerade mal acht Meister stehen nächste Woche im Achtelfinale der Königsklasse, dazu gesellen sich acht - wie soll man sagen? - Verlierer.
SCHWEIZ Olala! Ottmar Hitzfeld nimmt seinen ewigen Co-Trainer Michael Henke nicht mit in die Schweiz. Henke kann kein Französisch und erfüllt deswegen nicht das Anforderungsprofil des künftigen Trainers der “Nati“. Und Jürgen Klinsmann plant beim FC Bayern auch ohne Henke. Honi soit qui mal y pense …
CHANCENTOD Der Pole Artur Wichniarek wechselte 2003 von Arminia Bielefeld zu Hertha BSC Berlin und erzielte in 44 Spielen sagenhafte 4 Tore. Nun zeterte der Stürmer vor dem Bundesligaduell beider Vereine in einem Interview, Herthas Manager Dieter Hoeneß habe ihm damals Fredi Bobic vor die Nase gesetzt und damit seine Karriere ruiniert. Ich erinnere mich an ein Hertha-Spiel: Wichniarek zielt aufs Tor, der Ball landet im Seitenaus. Da erhebt sich hinter mir eine anerkennende Stimme: “Zweitligatorschützenkönig!”
KLISCHEES Joachim Ringelnatz dichtete einst: “Drüben am Walde kängt ein Guru. Warte nur, balde kängurst auch du.” Alles Känguru? Der australische Kicker Joshua Kennedy, gerade vom 1. FC Nürnberg zum Karlsruher SC gewechselt, ist genervt: “Einen Australier mit Känguru zu fotografieren, das ist ungefähr so, wie einen Deutschen mit einer Bratwurst im Arm abzulichten.” [...mehr]







