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Zweifelhafter Rekord aus Bolivien: Bei einem der nationalen Meisterschaft wurde am vergangenen Sonntag der erst 12-jährige Mauricio Baldivieso eingewechselt. Wo soll das noch hinführen?
Der Jugendwahn im Fußball kennt keine Grenzen. Als ob es noch nicht schlimm genug ist, das diverse Spitzenvereine auf der Jagd nach angepriesenen Wunderkindern sechsstellige Beträge für Kinder bieten. Jetzt hat der 12-jährige Mauricio schon die erste Luft im Profigeschäft schnuppern dürfen.
Zugetragen hat sich das beim Spiel zwischen Aurora Cochabamba und La Paz FC. Weil Aurora-Trainer Julio Baldivieso erhebliche Personalprobleme hatte, scheute er sich nicht, seinen eigenen Sohn in der 39. Minute einzuwechseln.
Einen 12-Jährigen im rauen Profigeschäft einzusetzen ist mehr als verantwortungslos. Und so war es auch kein Wunder, dass der Knirps nach einem Tritt auf das Sprunggelenk in Tränen ausbrach. [...mehr]
Wenn es nach den Zuschauerzahlen geht, ist die Bundesliga top. Insgesamt haben die 18 Erstligisten bis jetzt 432.735 Dauerkarten für die kommende Saison verkauft. Damit wurde die alte Bestmarke aus der Vorsaison mal eben mit mehr als 25.000 Karten verbessert.
Im Schnitt macht das 24.040 verkaufte Dauerkarten pro Team. Werte, von denen man in den anderen europäischen Topligen nur träumt. Die Zugpferde kommen standesgemäß aus dem Pott. Aber auch die drei Aufsteiger haben die Zahlen nach oben schnellen lassen.
BVB bleibt Zuschauerkrösus
Den Platz an der Sonne verteidigt Borussia Dortmund, die nach 51.000 Tickets den Dauerkartenverkauf einstellten - 2.000 mehr als im Vorjahr. Mit weitem Abstand folgen wie im letzten Jahr Schalke 04 (43.935) und Bayern München (38.000) auf den Plätzen.
Aufsteiger sehr gefragt
Großen Anteil am neuen Rekord haben die drei Bundesliga-Aufsteiger SC Freiburg, FSV Mainz 05 und der 1. FC Nürnberg. Die drei Teams haben zusammen fast 20.000 Karten mehr an den Fan gebracht, als die drei Absteiger Energie Cottbus, Arminia Bielefeld und Karlsruher SC in der Vorsaison. Vor allem Nürnberg darf sich dabei mit 28.000 Dauerkarten über einen neuen Vereinsrekord freuen. Zudem wurde beim Meister VfL Wolfsburg (klingt immer noch komisch) 6.000 Dauerkarten mehr als im Vorjahr abgesetzt. [...mehr]
Der Fußball bietet immer wieder Kuriositäten. So auch in Brasilien, wo Ze Carlos von Cruzeiro Belo Horizonte nach ganzen 12 Sekunden die Rote Karte sah. Während im Profibereich noch nie so schnell ein Spieler vom Platz flog, kann der amtierende Rekordhalter aus dem Amateurbereich darüber nur schmunzeln.
Doch warum wurde Ze Carlos so früh zum Duschen geschickt? Der Stürmer hat im Spiel gegen den Stadtrivalen Atletico Mineiro seinen Gegenspieler mit einem Ellbogenschlag niedergeschlagen. Zu diesem Zeitpunkt waren gerade sieben Sekunden “gespielt”. Schiedsrichter Paulo Cesar Oliveira pfiff ab und zückte fünf Sekunden später den Roten Karton.
“Ich bin ausgerutscht, habe versucht den Ball dennoch zu kontrollieren, drehte mich dabei um und schlug Renan den Arm ins Gesicht. Es war keine Absicht”, erklärte Ze Carlos. Und obendrein haben seine Kollegen das Derby mit 0:3 verloren.
Für den Profifußball ist das ein neuer Weltrekord. Die alte “Bestmarke” hielt Ronaldo Marconta von Atletico Paranavai. Erst im letzten Jahr wurde der Verteidiger nach 16 Sekunden des Feldes verwiesen.
Doch der schnellste Rotsünder der Welt ist in England zuhause und heißt David Pratt. In einer Partie der siebten Liga ließ sich der Stürmer nach drei Sekunden Spielzeit zu einer brutalen Grätsche hinreißen und sah dafür Rot. [...mehr]
Tom Huddlestone ist eines der größten englischen Fußballtalente. Der defensive Mittelfeldspieler spielt derzeit noch bei den Tottenham Hotspurs, könnte aber schon bald in der Bundesliga landen. Denn sein alter Trainer ist ganz verrückt nach ihn.
Die Rede ist von Martin Jol. Der Coach vom Hamburger SV kennt Huddlestone noch von seiner Tätigkeit bei den Spurs und vergleicht den 22-jährigen Jungspund aufgrund seiner Spielweise mit Deutschlands Fußballikone Franz Beckenbauer.
Trotz seines jungen Alters gibt Huddlestone auf dem Platz Kommandos. Zudem ist er technisch stark, sehr schnell, hat einen harten Schuss und verfügt über eine hohe Passgenauigkeit. Doch wo Licht, da ist auch Schatten. Denn der Engländer gilt als trainingsfaul. Sicherlich einer der Hauptgründe, warum er sich bei den Tottenham Hotspurs in dieser Saison meist nur in der Jokerrolle wieder fand.
Im Sommer könnte Huddlestone die Londoner angeblich für eine Ablösesumme für 5,5 Millionen Euro verlassen. Und wenn es dem HSV tatsächlich gelingen sollte, so einen talentierten Spieler zu verpflichten, wäre das echt ein Riesending.
Zumal es ja nicht unbedingt der Normalfall ist, dass hochtalentierte Engländer der Premier League den Rücken kehren um ihr Glück in der Bundesliga zu versuchen. [...mehr]
Was zum Schmunzeln gefällig? Dann unbedingt Weiterlesen! Wohl jeder Fußballverein auf der Welt führt einen Strafenkatalog. Kommt man zu spät zum Training, fehlt unentschuldigt beim selbigen oder kassiert eine unnötige Gelbe Karte im Spiel, freut sich die Mannschaftskasse. Etwas anders sieht es beim brasilianischen Klub Figueirense FC aus.
Hier bestraft Trainer Roberto Fernandes seine Spieler mit einer ganz besonderen Art. Benimmt sich ein Spieler daneben, lässt sich im Training hängen oder legt ein ganz schwaches Spiel hin, muss dieser ab sofort immer ein pinkes Kleidchen während der Übungseinheit tragen. [...mehr]
Bundesligavereine als Kassengift: Die Traditionsvereine der 3. Bundesliga sind nicht erfreut, wenn Werder Bremen II, VfB Stuttgart II oder Bayern München II antreten. Der Zuschauerschnitt in der 3. Liga liegt derzeit bei 5500, kommt Werder Bremen II, sinkt er auf 3600. Spielen die Bremer Reservisten zu Hause, finden sich gerade noch 700 Unentwegte ein. Ein möglicher Ausweg: eine eigene Liga für zweite Mannschaften.
“Wir würden diese Regelung begrüßen”, sagte Lothar Schmiedel, Geschäftsführer von Erzgebirge Aue, gegenüber dem Tagesspiegel. “Wir müssen die wirtschaftliche Komponente sehen: Wenn Jena kommt und 2000 Fans mitbringt, verdienen wir allein 16.000 Euro an Eintrittsgeld. Kommt Werder Bremen II, bringen die höchstens 50 Leute mit, das macht dann 400 Euro.”
Mitte der neunziger Jahre gab es mal eine Liga für Reserveteams, doch die wurde schnell wieder aufgelöst. Nicht, weil sie beinahe unter Ausschluss der Öffentlichkeit spielte. Den U23-Teams der Bundesligisten fehlte der Kampf gegen richtige Männer, um sich für die 1. Liga zu wappnen. Björn Schierenbeck, Nachwuchsmanager bei Werder Bremen, erklärte: “Spiele gegen ehemalige Profis oder erfahrene Drittligaspieler beschleunigen den Lerneffekt.”
Die Crux: Der Fußball braucht die Reserveteams, denn die Bundesligastars der Zukunft werden längst nicht mehr in Traditionsvereinen wie Union Berlin oder Fortuna Düsseldorf ausgebildet. Andererseits wäre die Liga finanziell gesünder, wenn die Reserveteams nicht mitspielten.
So bleiben die U23-Teams der Streitpunkt in der 3. Liga. In der ersten Saison waren höchstens vier Reserveteams zugelassen, in der nächsten Saison fällt diese Beschränkung weg. Und neues Ungemach droht: Derzeit liegen der 1. FC Kaiserslautern II und Eintracht Frankfurt II in ihren Regionalligen auf Aufstiegskurs.
Christoph Metzelder hat sich, vollkommen zurecht, über den herrschenden Transfer-Wahn aufgeregt. Der Verteidiger von Real Madrid scheut dabei auch keine Konfrontation mit Weltfußballer Cristiano Ronaldo.
Vor allem Manchester City hat mit dem 120-Millionen-Euro-Angebot für Kaka den Transfermarkt in neue Dimensionen befördert. Nach Metzelders Ansicht sei kein Spieler der Welt so eine hohe Ablösesumme wert. Ronaldo sieht das hingegen völlig anders.
Der 23-jährige Superstar von Manchester United hatte in den letzten Tagen immer wieder behauptet, dass er oder Kaka durchaus 100 Millionen Euro wert sind. Über diese Aussage konnte Metzelder nur mit dem Kopf schütteln und versuchte dem Portugiesen die Augen zu öffnen. [...mehr]
Es war der 24. März 1973, als eine Wolfenbüttler Likörfabrik in die Geschichte der Bundesliga einging. Eintracht Braunschweig, damals gesponsert von Jägermeister, lief als erste deutsche Fußballmannschaft mit Trikotwerbung auf. Allerdings mussten die Niedersachsen tricksen, denn der DFB verbot derlei Reklame. Eintracht übernahm deshalb das Firmenlogo als Vereinswappen übernahm und konnte so “legal” werben.
Das war zugleich der erste große Auftritt des Unternehmers Günter Mast, 1972 bis 1985 Sponsor und 1983 bis 1985 auch Präsident der Eintracht. Sein publikumswirksamer Dauerstreit mit dem DFB – er wollte die Mannschaft in “Jägermeister Braunschweig” umbenennen lassen – verschaffte seinen Produkten im ganzen Land werbewirksame Schlagzeilen.
“Ich trinke Jägermeister, weil 49 Tor reichten!” 1967 wurde Eintracht Braunschweig deutscher Meister, erzielte dabei nur 49 Tore, was bis heute negativer Bundesligarekord für einen Champion ist. Torhüter Horst Wolter dirigierte damals eine Betonabwehr, die nur 27 Gegentore zuließ und die Hälfte aller Partien zu null spielte. [...mehr]
Mit erst 23 Jahren darf Cristiano Ronaldo Platz auf dem weltweiten Fußball-Thron nehmen. Der Jungstar von Manchester United hat die Wahl zum Weltfußballer 2008 für sich entschieden. Die namhafte Konkurrenz konnte ihm nicht das Wasser reichen. Das Ergebnis überrascht Ronaldo wenig.
“Die Konkurrenz war stark, aber ich denke, dass ich diese Wahl verdient habe”, sagte “CR7″ nach der Verleihung in Zürich. Ganz Unrecht hat der Portugiese sicher nicht. [...mehr]
Glück im Unglück für Cristiano Ronaldo. Der Superstar von Manchester United hat einen von ihm verursachten Verkehrsunfall unverletzt überstanden. Weniger schadlos kam sein Ferrari davon.
Zugetragen hat sich der Unfall in einem Tunnel in der Nähe vom Flughafen Manchester. Cristiano Ronaldo kollidierte mit seinem italienischen Luxusgefährt gegen die Tunnelwand, wobei die komplette Vorderfront demoliert wurde. Andere Autos waren nicht verwickelt, was auf überhöhtes Tempo spekulieren lässt. Die Polizei hat die Ermittlungen entsprechend aufgenommen und wird den Unfallhergang genau unter die Lupe nehmen. [...mehr]






