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Bundesliga: Rotiert Jürgen Klinsmann die Bayern ins Mittelmaß?

Der FC Bayern München verharrt in der Grauzone der Tabelle: Platz neun nach sechs Spielen, schlechtester Ligastart seit 1977 – Jürgen Klinsmann ahnt, was auf ihn zukommt: „Wenn du bei Bayern verlierst, kommen viele hintern Baum hervor und geben ihre Meinung ab.“ Rotiert der ambitionierte Coach die Münchner ins Mittelmaß?

Vor der Saison war Bayern München von allen Bundesliga-Trainern zum Titelfavoriten Nummer eins gekürt worden, nun offenbaren sich unvermutete Schwächen. Klinsmann sagte nach der 0:1-Niederlage bei Hannover 96: „Um das Spiel umzudrehen, hat uns vieles gefehlt, Kreativität, Spielwitz und das Spiel ohne Ball.“

Die vielen Wechsel scheinen ein Manko zu sein, wie Hannovers Torhüter Robert Enke bestätigte: „Die Bayern konnten nicht eingespielt sein. Das wollten wir ausnutzen.“ Die Aufstellung der Bayern in Hannover las sich wirklich erstaunlich: Neben Franck Ribéry und Lukas Podolski saßen auch Bastian Schweinsteiger und Daniel van Buyten auf der Bank, an die sich Toni Kroos und Massimo Oddo längst  gewöhnt haben. Überraschend: Abwehrchef Lucio und Zé Roberto waren gar im Kader.

Der 18-jährige debütierte Breno in der Abwehrkette, im Mittelfeld spielte Dauerreservist Ernesto Sosa. Und ob Christian Lell das Zeug zum Meisterspieler hat, darf doch ernsthaft bezweifelt werden. Ergebnis der Klinsmannschen Rochaden: Die Rotation ins Mittelmaß.

Im bierseligen DSF-Doppelpass sagte Udo Lattek: „Du musst ein Gerippe in der Mannschaft haben, drumherum kannst du schon mal zwei, drei Leute austauschen“, forderte der Ex-Trainer die Bildung einer Stammformation und äzte hinzu: „Er kann nicht einfach hin und her schieben. Ich finde es nicht gut, wenn Klinsmann sagt, er würde es wieder genauso machen. Sturheit ist nicht angebracht. Es geht jetzt nicht um Klinsmann, sondern um den FC Bayern.“

„Man kann sich nicht einspielen, wenn wie wild rotiert wird“, sagte der Ex-Bayer Stefan Effenberg bei Premiere: „Die Bayern stehen in der Tabelle da, wo sie derzeit hingehören, nämlich im Mittelfeld.“