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Bayern-Debütant Friedl tritt ins Rampenlicht

Brüssel – Mit ihm hatte keiner gerechnet, nicht einmal er selbst. Der 19 Jahre junge Österreicher Marco Friedl feierte beim 2:1 gegen den RSC Anderlecht sein Profidebüt beim FC Bayern.

«Es war auf jeden Fall überraschend», gestand das Tiroler Talent nach den 90 Premieren-Minuten, die er persönlich als «in Ordnung» bewertete. Beim Abschlusstrining am Vorabend hatte Trainer Jupp Heynckes den Außenvertediiger gefragt, ob er sich einen Einsatz zutraue. Friedl bejahte. «Ich habe gut geschlafen, aber am Tag war die Anspannung da», sagte er.

Von der vierten Liga startete Friedl gleich in die Königsklasse durch. «Hier wird jeder Fehler bestraft», bemerkte er zum Klassenunterschied, den er beim Gegentor zu spüren bekam. «Das ist Champions League, das habe ich noch nie gespielt in meinem Leben. Ich war im Großen und Ganzen mit meiner Leistung zufrieden», sagte Friedl. Von Heynckes erhielt er die Note «gut». Auch von den Teamkollegen kam ausnahmslos Lob. «Er hat es super gemacht und seine Aufgaben super gelöst. Kompliment», sagte Torwart Sven Ulreich.

Der bewegendste Moment sei das Abspielen der Champions-League- Hymne vor dem Anpfiff gewesen. «Da hatte ich Gänsehaut», berichtete Friedl aufgekratzt. Das Trikot mit der Nummer 34 nahm er als Trophäe mit aus dem Stadion. Trikottausch? Nein! «Ich habe mein Trikot behalten.»

Fotocredits: Virginie Lefour
(dpa)