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Afrika-Cup

Am 20. Januar 2008 startet in Ghana zum 26. Mal der Afrika-Cup. Beim Africa Cup of Nations, wie er offiziell genannt wird, wird der Meister unter den afrikanischen Verbänden ermittelt. Ghana fungiert bereits zum dritten Mal als Gastgeber und konnte selbst schon viermal die Krone des afrikanischen Kontinentes gewinnen.

Der Afrika-Cup wurde 1957 ins Leben gerufen und wird im Zwei-Jahres-Rhythmus ausgetragen, weshalb er den europäischen Klubs immer wieder ein Dorn im Auge ist. Zwar lassen sich auf bequeme Art und Weise die wertvollsten Talente des Kontinentes entdecken, jedoch müssen die Klubs laut FIFA-Statuten alle Spieler für dieses Turnier freistellen. Bei vielen Vereinen verpassen so die Spieler die Wintervorbereitung sowie mehrere Ligapartien. Oftmals kehren die Akteure erschöpft und zum Teil verletzt zu ihren Vereinen zurück, womit diese nicht auf das eigentliche Leistungspotenzial zurückgreifen können, obwohl sie deren Angestellte sind. Der hohe Nationalstolz der afrikanischen Spieler verbietet es ihnen auf die internationalen Einsätze zu verzichten.

Titelverteidiger ist der Rekordsieger Ägypten. Sie konnten sich vor zwei Jahren mit 4:2 nach Elfmeterschießen gegen die Elfenbeinküste durchsetzen. Die Elefanten, wie die Spieler aus der Elfenbeinküste genannt werden, ereilte aber vor Beginn des Turnieres ein schwerer Schlag. Uli Stielicke, der die Auswahl seit der WM in Deutschland betreute, kann aufgrund einer schweren Krankheit seines Sohnes während des Turnieres nicht zur Verfügung stehen. Die Elfenbeinküste, bei der unter anderem Didier Drogba, Cole Toure und Boubacar Sanogo im Einsatz sind, war im Vorfeld als Turnierfavorit gehandelt worden. Zu den Mitfavoriten zählen außerdem Tunesien, Südafrika, Titelverteidiger Ägypten sowie Nigeria. Die Eagles aus Nigeria werden von Berti Vogts trainiert, der Deutschland 1996 zum Europameistertitel geführt hatte.

In der Gruppe A trifft Gastgeber Ghana auf die Teams aus Marokko, Guinea und Namibia. In dieser Gruppe müssten sich Ghana und Marokko durchsetzen können. Die Gruppe B besteht aus Mali, Benin, der Elfenbeinküste sowie Nigeria. Die beiden Mitfavoriten Elfenbeinküste und Nigeria sollten sich problemlos für das Viertelfinale qualifizieren können. Sambia, Ägypten, Kamerun und Sudan kämpfen in der Gruppe C um das Weiterkommen, was den Mannschaften aus Kamerun und Ägypten gelingen sollte. Letztendlich setzen sich in der Gruppe Tunesien, Senegal, Südafrika und Angola auseinander. Das dürfte mit Abstand die spannendste Gruppe werden, denn alle vier Mannschaften konnten in der jüngeren Vergangenheit beachtliche Erfolge vorweisen.

Das Finale des Afrika-Cups findet dann am 10. Februar 2008 statt.